Das Torfmoos
- Wissenschaftlicher Name: Sphagnum
- Familie: Sphagnaceae
- Ordnung: Sphagnales
Torfmoose siedeln sich bevorzugt in Lebensräumen an, die sowohl nährstoffarm als auch durch einen hohen Wasserstand gekennzeichnet sind – etwa in Hoch- und Niedermooren. Insbesondere in Hochmooren erfüllen sie eine zentrale Funktion: Sie reichern Biomasse an, indem sie an ihrer Spitze wachsen und an ihrer Basis absterben. Dadurch bilden sie Torf und binden CO₂.
An ihrer Spitze sind sie grün und wachsen, während sie der Luft CO₂ entziehen und speichern. An der Basis sterben sie ab, und die abgestorbenen Pflanzenteile werden im feuchten, sauren Milieu des Moores konserviert und verwandeln sich in Torf. So wird das CO₂ nicht wieder freigesetzt, sondern bleibt gebunden. Auf diese Weise wächst das Moor pro Jahr rund einen Millimeter in die Höhe und bildet mit der Zeit eine mächtige Torfschicht. Dieser Prozess macht Hochmoore zu einem wichtigen Faktor im natürlichen Kampf gegen den Klimawandel und zählt zu den Nature-Based Solutions (NbS).
Zudem können sie ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen und fungieren so als Wasserspeicher. Diese Eigenschaft stabilisiert das Ökosystem. Torfmoose entziehen dem Wasser Nährstoffe, und geben Wasserstoff-Ionen ab, was die typische Versauerung in Hochmooren bewirkt und die grundlegenden Voraussetzungen für die Lebensbedingungen vieler anderer spezialisierten Arten schafft.